Imola vor MotoGP Comeback?

von Stefan Lorse

Imola vor MotoGP Comeback?
Foto: Stefan Lorse

Die traditionsreiche Rennstrecke Imola in Italien will seine Bedeutung im aktiven Motorsport wieder stärken und plant offenbar eine eine Rückkehr zur MotoGP.

Seit 1999 hat auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola kein Rennen der Motorrad-WM mehr mehr ausgetragen worden. Von 1996 bis 1999 war die Rennstrecke ein fester Bestandteil des Rennkalenders der MotoGP.  Streckendirektor Roberto Marazzi möchte dies am liebsten schnellstmöglich ändern.

Aus einem italienischen Interview geht hervor: "Wir wollen wieder zu größeren Events zurückkehren. Derzeit haben wir die Superbike-WM und die Motocross-WM. Über die Formel 1 zu sprechen, ist schwierig, wegen der nötigen finanziellen Ressourcen. Aber wir hatten ein Meeting mit der Dorna bezüglich der MotoGP."

Auch wenn die MotoGP bereits 2 mal in Italien, in Mugello und Misano halt macht: „Aber sie haben vier Grands Prix in Spanien. Warum also nicht auch drei in Italien, und das auf einer solch geschichtsträchtigen Strecke?“, so Marazzi und setzt nun alles daran, ein Comeback von Imola bei der MotoGP zu ermöglichen.

Seit die Motorrad-WM hier letztmalig fuhr, habe sich viel verändert: „Auch dank des Engagements von Uberto Selvatico Estense, Präsident der Formula Imola, wurde viel erreicht. Es sind mehr Auslaufzonen, ein Pressezentrum und ein großes Paddock entstanden. Heute ist Imola sicher und auf Augenhöhe mit anderen Strecken.“

Auch um die Strecke als Wirtschaftskraft in der Region zu stärken wird Marazzi weitere Rennen ins Programm wieder aufnehmen. So sind unter anderen auch wieder Langstrecken-Events geplant. „Das ist ein wachsender Markt und zudem weniger laut, sodass auch sechs oder acht Stunden kein großes Problem wären“,

Was die weitere Erschließung des Kurses angeht, zeigt sich der Streckendirektor offen. In nächster Zeit visiert er unter anderem Langstrecken-Events an. „Das ist ein wachsender Markt und zudem weniger laut, sodass auch sechs oder acht Stunden kein großes Problem wären“, erklärt Marazzi die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Vor allem in Frankreich und Deutschland wird der Sport sehr gut angenommen, aber auch in Italien gibt es ein Interesse. Die Anzahl der italienischen Teams steigt. Wir arbeiten in diese Richtung.“

Es bleibt allerdings abzuwarten in wie weit MotoGP Veranstalter Dorna mitspielt und wann die Pläne von Imola in die Tat umgesetzt werden.

 

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