FIM Superbike Weltmeisterschaft 2017

von Stefan Lorse

Zum zweiten mal hatte ich die Gelegenheit auf dem Eurospeedway Lausitz die Fim Superbike Weltmeisterschaft fotografisch zu begleiten und vom Renngeschehen zu berichten. Im letzten Jahr noch für die Pressestelle des Lausitzrings, diesmal für die Onlinezeitschift Motorrad-Online.de

Rennsamstag

Am kühlen Samstagmorgen konnte sich bei der FIM Superbike Weltmeisterschaft auf dem Eurospeedway Lausitz der Brite Tom Sykes die Pole PositionHier geht's zu passenden Produkten auf Amazon.de! für das erste Rennen der WorldSBK sichern. Von der zweiten Startreihe ging es für seinen Teamkollegen und Weltranglistenerste Jonathan Rea los. Der ehemalige deutsche MotoGP-Pilot Stefan Bradl trat das erste Rennen nicht an, da er beim Trainingsauftakt am Freitag unverschuldet stürzte und sich dabei am Arm verletzte. Im freien Training und der Superpole Ausfahrt trat Bradl noch an, musste dann aber leider aufgeben. Der zweite deutsche im Feld, Markus Reiterberger, startete von der Position 10. Nach dem Start konnten die Kawasaki-Piloten ihre starken Positionen nicht behalten. Der Ducati Pilot Chaz Davies konnte bereits beim Start von Platz 6 auf den 2. Platz vorrücken. Bis er schliesslich kurz darauf auch Tom Sykes passierte und das Fahrerfeld bis zum Rennende anführte.

Rennsonntag

Chaz Davies startete am Sonntag aus der zweiten Reihe und musste sich den ersten Teil des Rennens im vorderen Drittel einordnen. Sein Lanzmann und Weltranglistenerster Jonathan Rea hatte den besseren Start und war in der Lage ab Runde 5 das Feld anzuführen. Im weiteren Rennverlauf konnte sich Rea vom Feld absetzen, machte aber dann einige Fahrfehler, die es seinen Verfolgern ermöglichte wieder aufzuholen - allen voran Chaz Daviez. Vorallem die langezogenen Kurven des Lausitzrings konnte Davies zu seinem Vorteil nutzen, um Boden gut zu machen, bis er schließlich am Ende des Rennens mit 2,2 Sekunden Vorsprung auf den WM-Führenden als erster die Ziellinie überquerte. Jonathan Rea fuhr als zweiter über die Ziellinie, gefolgt vom Italiener Marco Melandri. Rea's Teamkollege Tom Sykes verpasste als Vierter das Siegerpodest. Der deutsche Fahrer Markus Reiterbeger, der aus Reihe 3 startete, konnte sich gegenüber seinen Kontrahenten im Mittelfeld zur Wehr setzen und fuhr souverän auf den 9. Platz. Sein Landsmann Stefan Bradl, der sich am beim freien Training am Freitag durch einen unverschuldeten Sturz eine Armverletzung zugezogen hatte, biss alle Zähne zusammen und lies sich trotz Schmerzen zum zweiten Rennen in Startreihe 2 aufstellen. Bradls gesundheitlicher Zustand spiegelte am Ende das Rennergebnis wieder: Letztlich musste sich der Honda-Pilot mit Platz 13 zufriedengeben und konnte somit noch drei magere Punkte für die WM Tabelle mitnehmen. In einem Interview ärgerte sich der Deutsche über die derzeitige Leistungsfähigkeit: Neben seinem gesundheitlich Handicap gab Bradl zu, dass das Team auch auf technischer Seite derzeit nicht konkurrenzfähig ist, um für die Weltmeisterschaft bedeutende Ergebnisse zu erzielen. Derzeit liegt er mit 67 Punkten auf Platz 14 der Rangliste. Mit seinen Doppelsieg konnte Chaz Davies 50 Punkte auf seinem WM-Konto gutschreiben und den Abstand zum zweitplatzierten Sykes auf 35 Punkte verkürzen. Damit stehen Daviez Chancen gut, in den nächsten vier Rennen um dem Weltmeistertitel in der FIM Superbike Weltmeisterschaft zu kämpfen. Nächste Station ist PortugalHier geht's zu passenden Produkten auf Amazon.de! vom 15. bis 17. September.

Vorzeitger Abschied

So schön wie das Rennwochenende war, so spannend die Platzierungskämpfe im Renne, so hübsch die Grid Girls auch waren, war die Stimmung am Ring doch bedrückt. Den eigentlich war es Thema Nummer ein, die Übernahme des Lausitzrings, die das Renngeschehen überschattete. Die Gerüchteküche brodelt nach wie vor, die einen sagen dies, die anderen sagen das. Letztendlich wird die Dekra entscheiden ob und wie es mit dem Rennbetrieb auf der Anlage weitergeht. Für mich war es ein vorzeitiger Abschied von der schönen Zeit am Ring und der Zeit, mit meinen Fotokollegen, wo sich teilweise Freundschaften entwickelt haben. Es sind abende wie diese: Abends am Ring mit einer Flasche Bier durch die Boxengasse spazieren und die Zeit Revue passieren lassen. Ich werde noch mindensts 3 mal an den Ring aus, fototechnischen Gründen kommen. Und auch wenn, meinen Zweifeln zum Trotz, es doch motorsportmässig am Lausitzring weitergehen sollte, wird es nicht mehr das selbe sein, den es werden Menschen fehlen, die mir über die Zeit ans Herz gewachsen sind.

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