ADAC GT Masters auf dem Sachsenring 2017

von Stefan Lorse

Am vergangenen Wochenende öffnete der Sachsenring in Oberlungwitz zum letzten mal für dieses Jahr seine Tore für den Motorsport.
Zusammen mit den Nachwuchsrennserien Formel 4 oder TCR Germany machten vor allem die Liga der Supersportwagen, die ADAC GT Masters
ordentlich Krawall auf dem Ankerberg.

Namenhafte Rennteams und Rennfahrer die auch für anderen Motorsportligen, wie z.b. der DTM, unterwegs sind, zauberten mit Ihren über 600 PS
starken Supersportwagen, wie dem Audi R8, dem Lamborhini Huracán, der Corvette C7 oder dem Mercedes C63 AMG GT, nicht nur den kleinen Zuschauern
ein funkeln in die Augen.

Auch das Wetter spielte mit. Auch wenn es am Samstag zwar bewölkt und mit 7 Grad am Morgen recht kühl war, zeigte sich der Spätsommer am
Sonntag von seiner besten Seite und liess den der Sportwagen und das Lächeln der vielen Gridgirls bei wunderbaren Sonnenschein nochmal in einem besonderen Licht strahlen.

Mit Besuch des Fahrerlagers,Pitwalk und der Startaufstellung gab es Motorsport zum anfassen.

Mit einem spektakulären Crash in der Formel 4, Falschfahrer beim Porsche Carrera Cup oder eine Aufholjagd des 3. platzierten nach einem Dreher beim ersten Rennen der GT Masters,
sorgte das Programm des ADAC für mitreißenden Motorsport und spannende Unterhaltung bei den Zuschauern.

Ein Rennstall hatte bei den Fans dabei besondere Aufmerksamkeit.
Das Rennteam des DDR-Ralleymeisters Uwe Geipel aus Plauen,Yaco Racing, trat mit seinem grünen Audi R8 LMS zum 6. mal zum Heimrennen
auf dem Ankerberg an.
Was die gelben Flaggen für die Fans von Valentino Rossi ber der MotoGP sind, waren die grünen Hüte der vielen Fans von Yaco Racing.
Diese wurden vom Team an 2000 Fans verteilt und liessen im Fahrrerlager, beim Pitwalk und auf den Zuschauertribünen keinen Zweifel, für wem das Motorsportherz
an diesem Wochenende geschlagen hat.

Dabei hatte sich Yaco Racing, mit den Fahrern Philip Geipel und der ehemaligen DTM Pilotin Rahel Frey, viel vorgenommen und wollte beim Heimspiel
glänzen. Doch leider setzte sich die Pechstrehne von Yaco Racing auch am Sachsenring fort.
Zum ersten Rennen startete das Team von Position 19 und konnte während des Verlaufs ein paar Plätze gut machen, bis kurz nach dem Boxenstopp der
Audi einen Abflug ins Kiesbett machte und daraufhin wegen technischen Problemen ausfiel.

Zum zweiten Rennen am Sonntag war der schwarz grüne Audi wieder fit, brachte aber dennoch nicht den erwarteten Erfolg.
Gestartet von Platz 17 fuhr das Plauener Team relativ konstant auf dem hinteren Rang bis es zu einer unsanften Berührung mit dem dem Niederländer Indy Dontje im gelb grünen Mercedes von HTP Racing kam.
Mit der Kollision zog sich Geipel nicht nur den Zorn seiner Kontrahenten zu, sondern wurde mit der Aktion von der Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.
Letztlich reichte es dann nur für Rang 19. Ein Wochenende zum vergessen für Philip Geipel und Yaco Racing.

Am Ende des zweiten Rennes war es ein Sieg der Sterne.
Die Teams von Zakspeed und BWT Mücke Motorsport dominierten das zweite Rennen mit Ihren Mercedes-AMG Fahrzeugen.

Kurios: Auf Grund von Umstimmigkeiten in der Homogenität der Fahrzeuge wurden der 1. und zweitplatzierte 2. des Rennens disqualifiziert, sodass es für das zweite Rennen am Sonntag keine Sieger
sonder nur den Drittplatzierten gibt. Ein Aufrücken des Fahrerfeldes sieht das Reglement nicht vor.

Für eine weitere Sensation am Sachsenring sorgte eine Junge Dame. Sophia Flörsch konnte sich den 3. Platz und somit einen Platz auf das Podium beim zweiten Rennen der Formel 4 erkämpfen und
ist damit die erste Frau in der Geschichte der Nachwuchsrennserie, die es auf das Podium geschafft hat.

Mit gutem Wetter und packender Motorsport sorgten bei den Fan für gute Untertaltung und für den Sachsenring einen gelungenen Abschluss der Motorsportsession 2017.
Für den Rennzirkus des ADAC geht es als nächstes zum finalen Lauf nach Hockenheim.

Für mich geht mit den ADAC GT Masters auf dem Sachsenring die Motorsport Session 2017 zu Ende. Ich werde noch das traditionell das Oktoberfest und eine Abschlussveranstaltung auf dem Lausitzring mitnehmen. Wie es 2018 mit dem Motorsport allgemein weitergeht, steht leider noch in den Sternen.

Aber ich lasse mich überraschen und blicke positiv in die Zukunft.

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